“Theater muss etwas Heiliges sein”
Bereits 1960 betrat das echte Hamburger Urgestein zum ersten Mal die Theaterbühne.
Er gilt als Urgestein der Hamburger Theaterszene und ist ein echtes Original der Hansestadt. Edgar Bessen feiert heute sein 50-jähriges Bühnenjubiläum im TUI Operettenhaus, wo er seit 2009 den lebenslustigen Rentner Otto Staudach im Musical Ich war noch niemals in New York spielt.
Nach einer Lehre als Tischler besuchte Edgar Bessen die Schauspielschule von Hildburg Frese in Hamburg. Im Jahr 1960 erhielt er dann ein Engagement am Hamburger Ohnsorg-Theater, das bis 1979 seine künstlerische Heimat wurde, nicht aber die einzige Station seines Schaffens. Der 76-Jährige ist ein Grenzgänger zwischen den künstlerischen Welten und hat viel von der Theater-, Film und Musicalwelt gesehen.
Edgar Bessen spielte im Theater im Zimmer (Max in Bent, Vater in Vatermord), am Deutschen Schauspielhaus und 9 Jahre lang am Thalia Theater (Hase Hase, Baby). Am Altonaer Theater begeisterte er das Publikum unter anderem in Ich – Feuerbach, Josef und Maria und als Millionär Osgood Fielding in dem Musical Sugar, manche mögen’s heiß. Deutschlandweit bekannt wurde Edgar Bessen durch zahlreiche Rollen in TV-Produktionen, wie beispielsweise Wilhelmsburger Freitag, Schwarz Rot Gold, Die Männer vom K3 und Tatort. Als Kommissar Glockner erfreute er TKKG-Fans sowohl im Fernsehen als auch vor den Kassettenrecordern. Seit 2009 gehört er zum
Ensemble des Stage Entertainment Musicals Ich war noch niemals in New York mit den Hits von Udo Jürgens.
Für seine Verdienste um die Hamburger Theaterlandschaft verlieh ihm die Hansestadt 2003 die Senator-Biermann-Ratjen-Medaille. Die Hamburger Volksbühne ernannte ihn 2005 zum Ehrenmitglied.
Das Musical Ich war noch niemals in New York erzählt von Sehnsüchten, Träumen und der Suche nach einem erfüllten Leben. Im Mittelpunkt steht die erfolgreiche Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg. Ausgelastet durch ihre Karrierepläne vernachlässigt sie ihre Mutter Maria. Die lebenslustige alte Dame fühlt sich abgeschoben und beschließt kurzerhand, ihre große Liebe Otto Staudach in New York unter der Freiheitsstatue zu heiraten. Heimlich besteigt das Paar ein Kreuzfahrtschiff. Bei dem Versuch, ihre Mutter aufzuhalten, trifft Lisa auf Axel Staudach und dessen Sohn Florian. Beide wollen ihren Senior ebenfalls zurückholen. Auf hoher See nimmt eine turbulente Geschichte mit Verwechslungen und Selbsterkenntnissen ihren Lauf.
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